Was die Berberitzen anbelangt, wurde Mitteleuropa von Mutter Natur recht stiefmütterlich behandelt. Von den über 500 weltweit verbreiteten Arten kommt hier bloss eine, die Gemeine Berberitze (Berberis vulgaris), wild vor.
Was bewog die Schöpfer des Botanischen Gartens, diesen garstigen Sträuchern an bester Lage ein ganzes Beet mit rund 20 Arten einzuräumen? Es sind die Besonderheiten in ihrem Pflanzenbau. Wie die Koreanische Berberitze am deutlichsten zeigt, sind die Blätter an den Langtrieben zu Dornen umgewandelt. In ihren Achseln befinden sich knospenartig gedrungene Kurztriebe. Nur an ihnen treten intakte Laubblätter auf. Reizvoll sind auch ihre streng riechenden Blüten, deren Staubblätter bei Berührungen abrupte Bewegungen ausführen.
